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Vor Ihrer Stoma-Operation: Was Sie erwartet

Die Vorbereitung auf eine Stoma-Operation wirft oft viele Fragen auf, und ein gewisses Maß an Nervosität vor dem Eingriff ist ganz normal. Zu wissen, was Sie in den einzelnen Phasen erwartet – vom Vorgespräch bis zum Moment, in dem Sie in den Operationssaal gebracht werden – kann Ängste lindern und Ihnen ein Gefühl von Kontrolle geben, in diesem Ratgeber zu dem, was Sie vor Ihrer Stoma-Operation erwartet.

Ihr Vorgespräch (präoperative Untersuchung)

Die meisten Kliniken bieten einige Tage bis wenige Wochen vor dem Operationstermin ein Vorgespräch an. Zu diesem Zeitpunkt hat Ihr Chirurg bzw. Ihre Chirurgin Ihnen den Eingriff bereits erklärt und Sie haben Ihre Einwilligung gegeben – dieser Termin dient vor allem dazu, Ihre körperliche Eignung für die Operation zu prüfen und letzte Fragen zu klären.

Sie treffen möglicherweise Ihre Stomapflegekraft und gegebenenfalls die Anästhesie, um die Schmerztherapie nach der Operation zu besprechen. In der Regel wird Blut abgenommen, um sicherzustellen, dass Sie operationsfähig sind, und häufig wird auch ein EKG durchgeführt, um Ihren Herzrhythmus zu überprüfen – eine kurze, schmerzfreie Untersuchung mit kleinen Sensoren an Brust, Armen und Beinen.

Manche Ärztinnen und Ärzte verschreiben Abführmittel zur Darmvorbereitung am Vortag der Operation, dies ist jedoch nicht überall Standard, da die Darmentleerung den Mineralstoff- und Elektrolythaushalt beeinflussen kann. Ihr behandelndes Team informiert Sie, ob dies bei Ihnen der Fall ist, sowie über etwaige Vorgaben zum Fasten. Bewahren Sie schriftliche Anweisungen gut auf und lesen Sie sie rechtzeitig durch.

Die Markierung der Stomaposition

Entweder beim Vorgespräch oder am Morgen der Operation untersucht Ihre Stomapflegekraft Ihren Bauch, um die beste Position für das Stoma festzulegen. Gesucht wird eine möglichst glatte, faltenfreie Hautstelle. Häufig wird auch nach der von Ihnen üblicherweise getragenen Kleidung gefragt, um eine Position zu wählen, die im Alltag angenehm bleibt. Ein Kolostoma wird in der Regel auf der linken Bauchseite angelegt, ein Ileostoma oder Urostoma auf der rechten – dies kann jedoch je nach individueller Anatomie variieren.

Die festgelegte Position wird anschließend mit einem wasserfesten Stift auf der Haut markiert. Ihre Stomapflegekraft zeigt Ihnen außerdem, wie ein Stoma und eine Versorgung aussehen und wie diese angebracht wird, damit Ihnen am Tag der Operation nichts unbekannt vorkommt.

Der Tag vor der Stoma-Operation

Falls Sie Anweisungen zur Darmvorbereitung erhalten haben, ist dies der Tag, an dem Sie diese befolgen. Zudem müssen Sie für einen bestimmten Zeitraum vor der Operation auf Essen und Trinken verzichten – üblich sind etwa sechs Stunden, die genaue Vorgabe bestätigt Ihnen jedoch die Klinik. Manche Patientinnen und Patienten werden gebeten, bereits die Nacht vor der Operation zur Beobachtung in der Klinik zu verbringen.

Es lohnt sich, die Klinik-Tasche vorab zu packen: Schlafanzug oder Nachthemd, Bademantel und Hausschuhe, ein Buch oder Tablet, Kopfhörer und gegebenenfalls Ohrstöpsel, falls Sie leicht aufwachen. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, bringen Sie diese in der Originalverpackung mit und klären Sie vorab mit Ihrem Behandlungsteam, ob Sie diese am Morgen der Operation wie gewohnt einnehmen sollen.

Es hilft außerdem, Familie oder Freunde über den Operationstermin und den voraussichtlichen Genesungsverlauf zu informieren, damit sie Sie im Anschluss unterstützen können. Wenn Sie Kinder oder Haustiere haben, ist eine frühzeitige Betreuungsregelung für die ersten Tage nach der Operation eine gute Entlastung.

Am Tag der Stoma-Operation

Häufig werden Sie gebeten, sich vor der Operation mit einer speziellen Waschlotion zu reinigen, bevor Sie einen OP-Kittel und Kompressionsstrümpfe anziehen. Make-up, Nagellack und Schmuck müssen entfernt werden, ebenso Zahnprothesen, Brille, Kontaktlinsen und Hörgeräte.

Sie werden anschließend in den Operationssaal gebracht und in einem Vorbereitungsraum betreut, wo die Anästhesie einen venösen Zugang an Hand oder Handgelenk legt, um die Narkose einzuleiten. Falls eine Periduralanästhesie zur Schmerztherapie vorgesehen ist, wird diese in der Regel ebenfalls in diesem Schritt gelegt.

FAQ: Vor der Stoma-Operation

Wie schwierig ist das Leben mit einem Stoma?

Die meisten Menschen gewöhnen sich mit der Zeit gut daran. Die ersten Wochen sind geprägt von neuen Routinen rund um den Versorgungswechsel, doch für die überwiegende Mehrheit der Stomaträgerinnen und -träger wird die Stomapflege bald selbstverständlich.

Sollte ich vor einer Stoma-Operation eine Stomapflegekraft aufsuchen?

Ja – das Gespräch mit Ihrer Stomapflegekraft vor der Operation ist ein wichtiger Teil der Vorbereitung. Sie beantwortet Fragen, zeigt Ihnen eine Versorgung und markiert die Position Ihres Stomas.

Wie lange nach einer Stoma-Operation darf ich wieder Auto fahren?

Dies hängt vom individuellen Verlauf und dem Eingriff ab, weshalb Sie dies unbedingt mit Ihrem Behandlungsteam abklären sollten. Häufig wird empfohlen, mehrere Wochen zu warten, bis eine Vollbremsung beschwerdefrei möglich ist.

Was kann und was kann man mit einem Stoma nicht mehr tun?

Das Leben mit einem Stoma ist mit Beruf, Reisen, Sport und den meisten Alltagsaktivitäten vereinbar, sobald die Genesung abgeschlossen ist. Ihre Stomapflegekraft berät Sie gerne individuell zu Ihrer Situation.