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Verstopfung mit Stoma – Ursachen erkennen und Beschwerden lindern

Verstopfung kann bei Menschen mit Stoma gelegentlich auftreten. Bei einigen Betroffenen kommt sie nur selten vor, bei anderen kann sie wiederkehrend sein. Auch wenn Verstopfung unangenehm oder teils schmerzhaft sein kann, lässt sie sich in vielen Fällen gut erklären und häufig auch durch einfache Maßnahmen verbessern oder vermeiden.

Frau sitzt auf einem BettFrau sitzt auf einem Bett

Mögliche Ursachen für Verstopfung bei Stoma

Verstopfung entsteht nicht immer direkt durch das Stoma selbst. Häufig spielen allgemeine Lebensstil- und Gesundheitsfaktoren eine Rolle.


Zu den häufigsten Ursachen gehören:

  • eine ballaststoffarme oder einseitige Ernährung 
  • unzureichende Flüssigkeitsaufnahme 
  • wenig körperliche Bewegung 
  • bestimmte Medikamente, z. B. Schmerzmittel oder Antidepressiva 


Diese Faktoren können die Konsistenz und Menge der Stoma-Ausscheidung beeinflussen und zu einer verlangsamten Darmpassage führen.

Was Sie bei Verstopfung tun können

 

Bei akuter Verstopfung helfen oft bereits einfache erste Maßnahmen.
Besonders wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, da sie dazu beiträgt, den Stuhl weicher zu machen und die Passage zu erleichtern.
Auch eine ballaststoffreiche Ernährung kann unterstützend wirken.

 

Empfehlenswert sind unter anderem:

  • Vollkornprodukte wie Vollkornbrot oder Vollkornnudeln 
  • Obst und Gemüse 
  • ballaststoffreiche Getreideprodukte 


Diese Anpassungen können sich positiv auf die Regelmäßigkeit der Stoma-Ausscheidung auswirken.


Wenn die Beschwerden trotz Anpassungen bestehen bleiben, sollten Sie Ihre Hausarztpraxis kontaktieren.

Abführmittel – vorsichtig anwenden


Der Einsatz von Abführmitteln sollte bei einem Stoma immer gut überlegt sein.

Sie können in manchen Fällen zu einem schnellen Flüssigkeits- und Elektrolytverlust führen, was den Körper zusätzlich belasten kann.
Besonders bei einem Ileostoma werden Abführmittel in der Regel nicht empfohlen.


Bei einem Kolostoma kann in bestimmten Situationen ein mildes Abführmittel sinnvoll sein – jedoch ausschließlich nach ärztlicher Rücksprache.

Wenden Sie Abführmittel daher niemals ohne vorherige medizinische Beratung an.

So können Sie Verstopfung vorbeugen


Vorbeugung spielt eine wichtige Rolle, um Verstopfung langfristig zu vermeiden.


Hilfreiche Maßnahmen sind:

  • regelmäßiger Verzehr ballaststoffreicher Lebensmittel wie Vollkornprodukte und Haferflocken 
  • ausreichend Obst und Gemüse im Speiseplan 
  • eine gute tägliche Flüssigkeitszufuhr 


Wichtig ist, Ernährungsumstellungen schrittweise vorzunehmen. So kann sich der Körper besser anpassen und Beschwerden wie Blähungen oder Unwohlsein werden reduziert.

Schritt für Schritt zu mehr Stabilität im Alltag

 

Verstopfung ist ein häufiges, aber meist gut beeinflussbares Thema bei einem Stoma.

Mit einer bewussten Ernährung, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und regelmäßiger Bewegung können Sie viel zur Stabilisierung Ihrer Verdauung beitragen.

Wenn sich die Beschwerden nicht bessern oder Unsicherheiten bestehen, ist Ihr ärztliches Team jederzeit der richtige Ansprechpartner, um gemeinsam eine passende Lösung zu finden.