

Was ist eine Stomaversorgung?
Eine Stomaversorgung ist ein Medizinprodukt zur Versorgung und Pflege eines Stomas, also einer operativ geschaffenen Körperöffnung. Sie hält den künstlichen Darm- oder Blasenausgang sicher verschlossen, sammelt die Ausscheidungen hygienisch und schützt die Haut rund um das Stoma. Die wichtigsten Komponenten:
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Beutel: sammelt Stuhl oder Urin, der durch das Stoma austritt.
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Hautschutz: sorgt für sicheren Halt des Beutels und schützt die empfindliche Haut vor aggressiven Ausscheidungen.
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Auslass (bei Ileo- und Urostomie): zum Ablassen flüssiger Ausscheidungen.
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Filter: leitet Gase ab und verhindert Gerüche.
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Sichtfenster: erleichtert Positionierung und Beobachtung des Stomas.
Die richtige Stomaversorgung macht im Alltag den Unterschied – für mehr Sicherheit und Komfort.
Wie funktioniert ein Stomabeutel?
Ihr Stoma produziert kontinuierlich oder in Intervallen Ausscheidung (Stuhl oder Urin). Der Stomabeutel fängt diese auf und schützt Haut und Kleidung. Bei Ausstreifbeuteln öffnen Sie zum Entleeren den Verschluss am unteren Ende, sodass die Ausscheidung in die Toilette abfließen kann – die Basisplatte bleibt dabei unberührt auf der Haut. Bei geschlossenen Beuteln entfernen Sie bei Bedarf oder zu festen Zeiten das komplette System. Bei Urostomiebeuteln entleeren Sie regelmäßig über den Ablasshahn.
Entscheidend für einen zuverlässigen Halt ist eine gute Abdichtung zwischen Haut und Basisplatte. Schon ein kleiner Spalt kann zu Undichtigkeiten führen – deshalb ist die richtige Größe der Platte so wichtig.
Ihren Stomatyp verstehen
Die Art des Stomas (Kolostomie, Ileostomie oder Urostomie) beeinflusst maßgeblich die Wahl der Stomaversorgung. Jede Art von Stoma hat unterschiedliche Anforderungen an die Beutel und teilweise auch an die Hautschutzmaterialien.
Ileostomie
Bei einer Ileostomie wird der Dünndarm (Ileum) ganz oder teilweise entfernt oder umgeleitet. Die Ausscheidung kommt direkt aus dem Dünndarm – der Dickdarm, der normalerweise Wasser entzieht und den Stuhl eindickt, wird dabei umgangen. Deshalb ist sie weich bis breiig und enthält mehr Flüssigkeit als bei anderen Stomatypen. Sie tritt kontinuierlich und unregelmäßig aus, weshalb Sie den Beutel in der Regel 4–6 Mal täglich leeren, oft auch nachts.
Die Ausscheidung enthält außerdem noch aktive Verdauungsenzyme, die eigentlich zur Nährstoffaufspaltung im Darm gedacht sind – auf der Haut wirken sie entsprechend aggressiv. Ein zuverlässiger, gutsitzender Hautschutz ist deshalb zentral. Bei flachem oder retrahiertem Stoma kann eine konvexe Basisplatte helfen, das Stoma weiter in den Beutel zu heben und so die Abdichtung zu verbessern.
Vorgesehen ist ein Ausstreifsystem, das sich mehrmals täglich entleeren lässt, ohne die gesamte Versorgung zu wechseln – meist zweiteilig, mit einer Basisplatte, die mehrere Tage auf der Haut bleibt, während der Beutel bei Bedarf gewechselt wird.
Unsere Empfehlung für Ileostomie: Da die Ausscheidung die Haut stärker beansprucht, lohnt sich bei Ileostomie ein Beutel aus atmungsaktivem, hautschonendem Material. Der Silkura® Ileostomiebeutel nutzt einen Silikon-Hautschutz, der sanfte Haftung mit sicherem Halt verbindet und sich beim Wechsel angenehm schonend ablösen lässt. Das wasserabweisende Material übersteht Duschen, Baden und Schwimmen ohne Probleme und das ultraweiche Design bietet Sichtfenster, Filter und 460 ml Fassungsvermögen. Gerade bei häufigen Wechseln zeigt Silikon seine Stärken: Es löst sich deutlich schonender von der Haut als die meisten anderen Materialien.
Kolostomie
Bei einer Kolostomie wird ein Teil des Dickdarms entfernt oder umgeleitet. Die Ausscheidung passiert dabei noch einen Teil des Dickdarms, bevor sie das Stoma verlässt. Dort wird ihr – wie auch bei der natürlichen Verdauung – Wasser entzogen, sodass sie eingedickt wird. Das Ergebnis ist meist halbfest bis fest, mit einem vorhersehbareren Zeitpunkt als bei anderen Stomatypen, oft ein- bis zweimal täglich und damit ähnlich wie vor der Operation.
Da die Ausscheidung weniger Verdauungsenzyme und Flüssigkeit enthält als bei einer Ileostomie, reizt sie die Haut rund ums Stoma auch spürbar weniger.
Vorgesehen ist entsprechend ein geschlossener Kolostomiebeutel. Auch hier bietet sich der Silkura® Kolostomiebeutel für zusätzlichen Hautschutz an. Gratis-Muster sind erhältlich. Liegt das Stoma weiter vorne im Dickdarm, näher am Dünndarm, ist die Ausscheidung oft noch flüssiger – in diesem Fall kann ein Ausstreifsystem sinnvoller sein.
Urostomie
Bei einer Urostomie wird der Urin über die Harnleiter durch ein Stoma abgeleitet. Die Blase wird entfernt oder umgangen, daher fließt der Urin kontinuierlich, Tag und Nacht.
Hier benötigen Sie einen speziellen Urostomiebeutel mit Ablasshahn oder -ventil am unteren Ende. Über einen Verlängerungsschlauch lässt sich der Beutel mit einem Bein- oder Bettbeutel verbinden – praktisch tagsüber unter der Kleidung getragen oder nachts am Bett befestigt, ohne den Urostomiebeutel selbst häufig entleeren zu müssen.
Materialien und Funktionen im Überblick
Transparent vs. blickdicht
Transparente Beutel lassen sich gut kontrollieren – praktisch direkt nach der OP, wenn das Stoma beobachtet werden muss, oder bei eingeschränktem Sehvermögen. Blickdichte Beutel bevorzugen die meisten Menschen, da sie diskreter sind und psychisch entlasten. Manche Beutel bieten einen Mittelweg: Ein blickdichtes Cover lässt sich bei Bedarf zurückklappen und gibt so ein kleines Sichtfenster frei, um das Stoma zu kontrollieren – und danach wieder verschließen, wenn Diskretion gefragt ist.
Farben
Stomabeutel gibt es mittlerweile in vielen Farben: Beige (klassisch, unauffällig unter fast jeder Kleidung), Weiß/Off-White (dezent, modern), Schwarz (besonders diskret unter dunkler Kleidung) sowie gemusterte Varianten. Hier zählt einzig Ihr persönlicher Geschmack – wählen Sie, womit Sie sich am wohlsten fühlen.
Filter und Gasmanagement
Die meisten modernen Stomabeutel verfügen über einen Filter (meist oben oder seitlich), der Gas entweichen lässt und gleichzeitig Gerüche zurückhält. Die Filterqualität variiert je nach Hersteller – am besten testen Sie, welche Marke für Sie am besten funktioniert.
Geschlossene vs. Ausstreifbeutel
Welches System zum Einsatz kommt, ergibt sich aus dem Stomatyp und der jeweiligen Ausscheidung. Bei einer Ileostomie ist durch die kontinuierliche, breiige Ausscheidung ein Ausstreifbeutel vorgesehen. Bei einer Urostomie kommt ein Urostomiebeutel mit Ablasshahn oder -ventil zum Einsatz. Bei Kolostomie mit fester, vorhersehbarer Ausscheidung wird ein geschlossenes System getragen – liegt das Stoma näher am Dünndarm und ist die Ausscheidung entsprechend flüssiger, kann auch hier ein Ausstreifbeutel angewendet werden.
Geschlossene Beutel
Ein geschlossenes System wird komplett entfernt und entsorgt, wenn es voll ist oder zu festen Zeiten. Es ist unten versiegelt und lässt sich nicht entleeren. Bei Kolostomie mit fester, vorhersehbarer Ausscheidung eignen sich diese Beutel gut – ebenso für alle, die Einfachheit und maximale Diskretion schätzen.
Geschlossene Beutel sind unkompliziert und diskret. Da das komplette System bei jedem Wechsel erneuert wird, lohnt sich ein Blick auf hautschonende Materialien wie Silikon oder Alginat, um die Haut trotz häufigerer Wechsel zu entlasten.
Ausstreifbeutel
Ein Ausstreifbeutel hat unten eine Öffnung (meist mit Clip- oder Klettverschluss), über die Sie den Inhalt entleeren können, ohne das ganze System zu wechseln. Bei Ileo- und Urostomie ist dies aufgrund der Ausscheidungsmenge und -konsistenz die vorgesehene Lösung. Auch bei Kolostomie kann ein Ausstreifbeutel sinnvoll sein – etwa bei Durchfall oder vorübergehend flüssigerer Ausscheidung.
Der Beutel hält länger, ein Wechsel ist meist erst alle 2–3 Tage nötig. Der Kompromiss: Das Entleeren erfordert etwas mehr Fingerfertigkeit, und die Gefahr kleinerer Missgeschicke ist etwas höher.


Ein- vs. zweiteilige Systeme
Es gibt verschiedene Stomaversorgungssysteme, die sich an Ihre individuellen Bedürfnisse und Vorlieben anpassen. Grundsätzlich wird zwischen zwei Hauptsystemen unterschieden: dem einteiligen und dem zweiteiligen Stomasystem.
Einteiliges System
Bei einem einteiligen Stomasystem sind Hautschutz und Stomabeutel fest miteinander verbunden und bilden eine Einheit. Das bedeutet, dass bei jedem Versorgungswechsel sowohl die Basisplatte als auch der Beutel gemeinsam entfernt und ersetzt werden.
Vorteile:
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Besonders einfach in der Handhabung.
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Sehr diskret, da das System flach auf der Haut aufliegt und unter der Kleidung kaum aufträgt.
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Beliebt bei sportlich aktiven Menschen oder Personen, die häufig eng anliegende Kleidung tragen.
Zu beachten: Da bei jedem Beutelwechsel auch der Hautschutz entfernt wird, wird die Haut häufiger belastet. Insbesondere bei häufigen Wechseln können hautschonende Materialien wie Silikon oder Alginat dazu beitragen, die Haut besser zu schützen.
Zweiteiliges System
Bei einem zweiteiligen Stomasystem sind Basisplatte und Stomabeutel voneinander getrennt. Beide werden über einen Befestigungsmechanismus – beispielsweise ein Klicksystem – sicher miteinander verbunden. Die Basisplatte verbleibt in der Regel zwei bis drei Tage auf der Haut, während der Beutel je nach Bedarf gewechselt werden kann.
Vorteile:
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Flexibel im Alltag, da der Beutel gewechselt werden kann, ohne die Basisplatte zu entfernen.
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Verschiedene Beutelgrößen lassen sich je nach Situation verwenden, beispielsweise ein größerer Beutel für die Nacht oder ein kleinerer für Sport oder Schwimmen.
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Hautschonender, da die Basisplatte seltener entfernt wird.
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Kleinere Undichtigkeiten können häufig durch einen Beutelwechsel behoben werden, ohne die gesamte Versorgung austauschen zu müssen.
Zu beachten: Durch den Befestigungsring ist das System etwas dicker als eine einteilige Versorgung und dadurch unter enger Kleidung gegebenenfalls etwas sichtbarer. Das hörbare Klicken beim Verbinden vermittelt vielen Anwenderinnen und Anwendern Sicherheit. Gleichzeitig sollte darauf geachtet werden, dass Beutel und Basisplatte korrekt miteinander verbunden sind, um Undichtigkeiten zu vermeiden.
Größen und Varianten
Standardbeutel: Die häufigste Wahl – ausreichend Fassungsvermögen bei diskreter Größe unter der Kleidung.
Maxi-Beutel: Größeres Fassungsvermögen für die Nacht (mit Verlängerungsschlauch bei Urostomie), bei hoher Ausscheidungsmenge oder wenn längere Zeit kein Wechsel möglich ist.
Midi-Beutel: Mittlere Größe zwischen Standard und Mini – ideal, wenn Standard zu groß oder zu klein ist.
Mini-Beutel und Stomakappen: Mini-Beutel sind kleiner als herkömmliche Stomabeutel. Ursprünglich wurden sie für Kinder entwickelt, werden heute aber auch von Erwachsenen genutzt, die eine besonders diskrete Versorgung bevorzugen oder nur geringe Ausscheidungsmengen haben.
Stomakappen sind sehr kleine, geschlossene Versorgungen, die ausschließlich für Menschen mit einer Kolostomie geeignet sind. Sie werden vor allem von Personen verwendet, die ihre Ausscheidung durch Irrigation kontrollieren können oder nur geringe Mengen Schleim bzw. Stuhl ausscheiden. Stomakappen eignen sich daher für kurze Zeiträume oder besondere Anlässe – beispielsweise beim Sport, Schwimmen oder in intimen Momenten – sind jedoch nicht für den dauerhaften Gebrauch geeignet.
Basisplatten und Hautschutz
Die Basisplatte (auch Hautschutzplatte genannt) haftet direkt auf der Haut rund um Ihr Stoma und ist ein entscheidender Bestandteil Ihrer Stomaversorgung.
Sie schützt die Haut vor dem Kontakt mit der Stomaausscheidung, sorgt für einen sicheren Halt des Beutels und sollte optimal zu Größe und Form Ihres Stomas passen.
Basisplatten sind vorgestanzt oder individuell zuschneidbar erhältlich. Darüber hinaus gibt es formbare Hautschutzplatten, die sich flexibel an die Form des Stomas anpassen. Sie erleichtern die Versorgung, da weniger oder gar kein Zuschneiden erforderlich ist, und können insbesondere bei unregelmäßig geformten Stomata eine bessere Abdichtung ermöglichen.
Zusätzlich wird zwischen planen und konvexen Hautschutzplatten unterschieden:
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Plane Hautschutzplatten liegen flach auf der Haut auf und eignen sich in der Regel für Stomata, die gut über das Hautniveau hinausragen und sich in einer ebenen Bauchdecke befinden.
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Konvexe Hautschutzplatten sind nach außen gewölbt. Durch den sanften Druck auf die Haut rund um das Stoma kann das Stoma weiter hervorgehoben werden. Sie kommen häufig zum Einsatz, wenn das Stoma auf Hautniveau liegt oder eingezogen ist oder wenn Hautfalten eine sichere Abdichtung erschweren. Dadurch kann das Risiko von Undichtigkeiten und Hautirritationen reduziert werden.
Welche Basisplatte für Sie am besten geeignet ist, hängt von der Form Ihres Stomas, der Beschaffenheit Ihrer Bauchdecke und Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Eine Stomapflegkraft kann Sie bei der Auswahl der passenden Versorgung unterstützen.
Hautschutzmaterialien im Vergleich: Was passt zu Ihnen?
Jede Stomaversorgung ist so individuell wie der Mensch, der sie trägt. Deshalb spielt die Wahl des passenden Hautschutzmaterials eine wichtige Rolle. Unterschiedliche Materialien bieten verschiedene Eigenschaften – beispielsweise hinsichtlich Hautfreundlichkeit, Feuchtigkeitsmanagement oder Flexibilität. Gemeinsam mit dem passenden Versorgungssystem und der richtigen Basisplatte tragen sie dazu bei, eine sichere, komfortable und auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Versorgung zu ermöglichen.
Hydrokolloid
Der bewährte Standard in der Stomaversorgung. Hydrokolloid bietet eine zuverlässige Haftung, schützt die Haut rund um das Stoma und sorgt für einen sicheren Sitz der Versorgung im Alltag. Für viele Menschen ist es die erste Wahl, da es sich seit Jahren in der Praxis bewährt hat.
Combiflange
Ein Hautschutz auf Basis einer zweischichtigen Hydrokolloid-Technologie. Die beiden miteinander verbundenen Hydrokolloidschichten verbessern die Feuchtigkeitsaufnahme und erhöhen die Haftkraft, während die flexiblen, auslaufenden Ränder für einen angenehmen Tragekomfort sorgen. Combiflange eignet sich besonders für Menschen, die sich eine besonders sichere Haftung wünschen oder ein erhöhtes Risiko für Undichtigkeiten haben.
Silikon
Atmungsaktiver Silikon-Hautschutz, der sanfte Haftung mit einer sicheren Abdichtung verbindet. Silikon passt sich den natürlichen Bewegungen des Körpers an und unterstützt das natürliche Feuchtigkeitsgleichgewicht der Haut. Dadurch eignet es sich besonders für empfindliche oder strapazierte Haut sowie für Menschen, die ihre Versorgung häufig wechseln müssen.
Alginat
Alginathaltiger Hautschutz mit einem natürlichen Wirkstoff aus Seetang. Das Material kann bis zu 1,5-mal mehr Feuchtigkeit aufnehmen als herkömmliche Hydrokolloide und unterstützt so ein verbessertes Feuchtigkeitsmanagement. Alginat eignet sich besonders bei feuchtigkeitsbedingten Hautproblemen, empfindlicher oder zu Hautirritationen neigender Haut und kann helfen, die Hautbarriere zu entlasten.
Microskin
Ein besonders dünner und flexibler Hautschutz, der sich eng an die Körperkonturen anschmiegt und jede Bewegung mitmacht. Durch sein flaches Profil trägt er unter der Kleidung kaum auf und sorgt für ein diskretes Tragegefühl. Gleichzeitig bietet Microskin eine zuverlässige und hautschonende Haftung – ideal für aktive Menschen oder bei unregelmäßigen Körperkonturen.
Gelatinefrei
Hydrokolloid-Hautschutz ohne Gelatine oder andere tierische Bestandteile. Diese Versorgung eignet sich für Menschen, die aus persönlichen, religiösen oder ethischen Gründen auf tierische Inhaltsstoffe verzichten möchten. Gleichzeitig bietet sie eine zuverlässige Haftung, ist flexibel und wurde für eine gute Hautverträglichkeit entwickelt. Alle Produkte sind zudem latexfrei.
So finden Sie den passenden Stomabeutel
Die passende Stomaversorgung ist so individuell wie der Mensch, der sie trägt. Neben der Art Ihres Stomas spielen auch Ihr Alltag, Ihre Haut und Ihre persönlichen Vorlieben eine wichtige Rolle.
1. Ihre individuellen Bedürfnisse kennen
Überlegen Sie zunächst, welche Anforderungen Ihre Versorgung erfüllen soll. Dabei können unter anderem folgende Fragen helfen:
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Welche Stomaart haben Sie?
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Wie häufig fällt Ihre Ausscheidung an?
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Welche Konsistenz und Menge hat sie?
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Sind Sie beruflich oder sportlich sehr aktiv?
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Reisen Sie häufig oder schwimmen Sie regelmäßig?
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Ist Ihnen eine besonders diskrete Versorgung wichtig?
Je besser Sie Ihre persönlichen Anforderungen kennen, desto leichter fällt die Auswahl der passenden Versorgung.
2. Ihre Haut berücksichtigen
Auch die Haut rund um das Stoma spielt eine entscheidende Rolle. Empfindliche oder bereits gereizte Haut, Narben, Hautfalten oder ein eingezogenes Stoma können Einfluss darauf haben, welche Basisplatte oder welches Hautschutzmaterial am besten geeignet ist. Eine gut angepasste Versorgung trägt dazu bei, Hautirritationen vorzubeugen und Undichtigkeiten zu vermeiden.
3. Produkte im Alltag testen
Viele Hersteller bieten kostenlose Produktmuster an – so auch wir. Nutzen Sie diese Möglichkeit, um verschiedene Versorgungssysteme oder Hautschutzmaterialien kennenzulernen.
Testen Sie neue Produkte nicht nur zu Hause, sondern auch in typischen Alltagssituationen – zum Beispiel beim Sport, Duschen, Schlafen oder auf Reisen. So erkennen Sie am besten, welche Versorgung zu Ihrem Lebensstil passt.
4. Gemeinsam die beste Lösung finden
Besprechen Sie Änderungen Ihrer Versorgung immer mit Ihrer Stomapflegekraft. Gemeinsam können Sie beurteilen, welches Versorgungssystem, welche Basisplatte und welches Hautschutzmaterial für Ihre individuelle Situation am besten geeignet sind.
Geben Sie einer neuen Versorgung außerdem etwas Zeit. Oft braucht es einige Tage, bis Sie sich an das Tragegefühl und die Handhabung gewöhnt haben. Sollte sich Ihr Stoma oder Ihr Alltag verändern, kann auch eine andere Versorgung sinnvoll sein. Ihre Stomaversorgung ist nicht endgültig festgelegt – sie darf sich gemeinsam mit Ihren Bedürfnissen weiterentwickeln.
Bereit, Ihren perfekten Beutel zu finden? Bestellen Sie kostenlose Muster aus unserem Sortiment und testen Sie verschiedene Materialien und Varianten ganz unverbindlich. Unsere Stoma-Fachberaterinnen und -berater unterstützen Sie gerne bei der Auswahl. Kontaktieren Sie uns oder sprechen Sie mit Ihrer Stomapflegekraft darüber, welcher Unora-Beutel zu Ihnen passt.
FAQ: Stomabeutel
Was ist der beste Stomabeutel?
Den einen „besten“ Stomabeutel gibt es nicht. Der Beuteltyp richtet sich in erster Linie nach Ihrer Stomaart und der Art Ihrer Ausscheidung. Welche Versorgung anschließend am besten zu Ihnen passt, hängt unter anderem vom Versorgungssystem (ein- oder zweiteilig), der Basisplatte, dem Hautschutzmaterial und Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Lassen Sie sich von Ihrer Stomapflegekraft beraten und nutzen Sie kostenlose Produktmuster, um die für Sie passende Versorgung zu finden.
Was ist der beste Kolostomiebeutel auf dem Markt?
Die beste Kolostomieversorgung ist die, über die Sie im Alltag möglichst wenig nachdenken müssen. Sie sitzt sicher, schützt Ihre Haut und gibt Ihnen die Freiheit, Ihren Tag so zu gestalten, wie Sie es möchten – ob bei der Arbeit, beim Sport oder in Ihrer Freizeit.
Welche Kolostomiebeutel sind auslaufsicher?
Undichtigkeiten entstehen nur selten durch den Stomabeutel selbst, sondern meist durch eine nicht optimal angepasste Versorgung. Lassen Sie Ihr Stoma regelmäßig von einer Stomapflegekraft vermessen, damit die Basisplatte exakt passt. Bei einem flachen oder eingezogenen Stoma kann eine konvexe Basisplatte helfen, während Hautschutzpaste oder Modellierstreifen Unebenheiten ausgleichen können. Treten dennoch wiederholt Undichtigkeiten auf, kann ein anderes Versorgungssystem oder ein anderer Hersteller besser zu Ihrem Stoma passen.
Wie lange dauert eine Stoma-Operation?
Eine Stoma-Operation dauert in der Regel 1–3 Stunden, abhängig von der Komplexität des Eingriffs. Wird das Stoma aufgrund einer Krebserkrankung, einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung oder eines Traumas angelegt, kann die Operationszeit länger sein, da zusätzlich zur Stomaanlage auch die Grunderkrankung behandelt wird. Ihr behandelndes Ärzteteam informiert Sie im Vorfeld über die Details Ihres individuellen Eingriffs.
Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Beutelwechsel?
Wie oft eine Stomaversorgung gewechselt werden sollte, hängt von der Stomaart, dem Versorgungssystem und Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Die folgenden Wechselintervalle dienen als Orientierung und basieren auf der Leitlinie zur Stomatherapie der Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz und Wunde (Stand 2011):
Einteilige Versorgungssysteme:
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Uro- und Ileostomie: mindestens 1× täglich
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Kolostomie: 1–3× täglich
Zweiteilige Versorgungssysteme:
Basisplatte:
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Uro- und Ileostomie: alle 2–3 Tage
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Kolostomie: alle 2–4 Tage
Beutel:
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Uro- und Ileostomie: mindestens 1× täglich
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Kolostomie: 1–3× täglich bzw. nach Bedarf