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Lernen Sie Alannah Simpson kennen: Unora Ambassador & Q&A

Manche Menschen bringen mit Humor, Ehrlichkeit und einem Stoma namens Strawberry einen ganzen Raum zum Leuchten. Lernen Sie Alannah Simpson (@glitterygutsx) kennen, unsere Unora Ambassador, stolze Stomaträgerin und Mutter von zwei Kindern. Im Q&A erzählt sie, wie sich ihr Blick auf das Leben seit der Operation verändert hat, und gibt praktische Alltagstipps und herzliche Worte für alle, die sich gerade erst an das Leben mit Stoma gewöhnen. Tauchen wir ein in ihre Geschichte!

Interview mit Alannah Simpson: Leben mit einem Stoma namens Strawberry!

Wie hat sich Ihre Sicht auf das Leben seit der Operation verändert?

Meine Sicht auf das Leben hat sich im Lauf der Jahre sehr verändert. Das habe ich nicht nur durch meine eigenen Operationen und Krankenhausaufenthalte erkannt, sondern auch durch die Erfahrungen anderer. Mir ist bewusst geworden, wie kurz das Leben ist. An manchen Tagen kann ich nicht viel unternehmen, aber an den Tagen, an denen es geht, mache ich das Beste daraus! Das kann ein Ausflug mit dem Auto sein, ein Nachmittag mit meinen Jungs irgendwo unterwegs oder ein Besuch bei der Familie, um schöne Zeit miteinander zu verbringen. Man weiß nie, wann sich das Leben ändert. Genießen Sie jeden Moment!

Was sind Ihre drei wichtigsten Tipps für Menschen, die sich gerade erst an das Leben mit einem Stoma gewöhnen?

  1. Finden Sie eine Routine, die am besten zu Ihnen passt (das kann einige Monate dauern).
  2. Finden Sie eine Versorgung, die gut zu Ihrer Haut und zu Ihrer Psyche ist. Wenn sie Ihre Haut schont und Ihnen Selbstvertrauen als Stomaträger:in gibt, haben Sie den Jackpot geknackt.
  3. Tragen Sie Ihr Stoma mit Stolz. Sie haben eine körperlich und seelisch sehr schwere Zeit überstanden, und es hat Ihnen das Leben gerettet.

Wie gestalten Sie Ihren Alltag mit dem Stoma? Gibt es Tricks, die Ihnen den Tag erleichtern?

Ich wechsle meinen Stomabeutel höchstens alle 2 bis 3 Tage und tausche ihn nach dem Duschen aus (wenn ich dazu komme: Als Mama von zwei Kindern unter drei Jahren heißt das, dass ich duschen und den Beutel wechseln muss, sobald eines schläft und das andere entspannt ist!).

Welchen Rat würden Sie jemandem geben, der nach der Operation mit Selbstvertrauen oder dem eigenen Körperbild zu kämpfen hat?

Geben Sie sich Zeit. Ich könnte jetzt sagen, dass man nett zu sich selbst sein soll, aber ich bin selbst meine strengste Kritikerin! Ruhe ist sehr wichtig, und es braucht wirklich Zeit, den eigenen Körper anzunehmen.

Wie wichtig war die Unterstützung durch die Community für Sie?

Die Ostomy-Community ist ein riesiger Teil meines Lebens geworden. Meine Erfahrungen im Austausch mit anderen waren definitiv eher positiv als negativ! Ich habe so viele Freundinnen und Freunde gefunden, tolle Ratschläge bekommen, Neues gelernt und mich einfach viel weniger allein gefühlt, weil ich weiß, dass es Tausende andere mit einem Stoma gibt.

Wie sprechen Sie mit Freunden, Familie oder sogar Fremden über Ihr Stoma?

Ich bin mit meinem Stoma schon immer sehr offen umgegangen. Auch wenn viele Familienmitglieder und Freunde es nicht ganz „verstehen“, gibt es doch andere Aspekte des Lebens mit Stoma, die sie nachvollziehen können. Ob beim Dating oder im Gespräch mit Familie und Freunden: Es hilft sehr, ihnen einfach zu erklären, wie sich das Stoma auf einen auswirkt, was man essen kann und was nicht und welche Unterstützung man braucht.

Haben Sie Ihrem Stoma einen Namen gegeben, und wenn ja, warum haben Sie diesen gewählt?

Mein Stoma heißt seit Kurzem Strawberry (Erdbeere). Mein Sohn nennt es jedes Mal so, wenn er mir beim Beutelwechsel zusieht, und der Name ist geblieben. Er war einfach zu süß, um ihn nicht beizubehalten!

Welches Hobby oder welche Aktivität haben Sie seit der Operation für sich entdeckt oder schätzen gelernt?

Mein liebstes Hobby seit dem Stoma ist das Bloggen und Vloggen! Ich liebe es, aufzuklären und meinen Weg mit anderen zu teilen. Mein Stoma hat mir die Aufgabe gegeben, anderen zu helfen.

Was ist Ihr liebster Seelentröster an einem schweren Tag?

An einem schweren Tag greife ich zu richtig ungesunden, stark verarbeiteten Sachen, die ich sonst eher selten esse! Zum Beispiel Cookie-Dough-Eis, Kinder Bueno, Pommes mit Käse und eine große Mozzarellakugel direkt aus der Verpackung.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würden Sie gern einen Tag verbringen, und was würden Sie unternehmen?

Am liebsten würde ich einen Tag mit der Familie Osbourne verbringen oder mit zwei meiner Lieblingsbands, Ghost und Volbeat! Ich liebe Ozzy Osbourne und Black Sabbath und höre ihre Musik zu Hause und im Auto viel öfter, als ich zugeben möchte!!

Was sind Ihre Ziele und Wünsche für die Zukunft?

Ich denke oft an meine Zukunft, sowohl als Stomaträgerin als auch als Mutter. Ehrlich gesagt möchte ich einfach am Leben und für meine beiden Söhne da sein und mit ihnen, während sie heranwachsen, ein paar schöne Urlaube erleben. Außerdem würde ich gern meinen Führerschein machen, sobald sich meine Angst am Steuer legt. Ich sehne mich nach dieser kleinen Unabhängigkeit: ins Auto zu springen und die Jungs von der Schule abzuholen, wenn sie älter sind, oder einen Ausflug zu machen, wenn ihr Papa bei der Arbeit ist.

Danke, Alannah (und Strawberry!)

Danke, Alannah, dass Sie Ihre Geschichte so offen, mit so viel Herz und Humor mit uns geteilt haben. Ob Sie sich gerade erst an das Leben mit einem Stoma gewöhnen oder schon seit Jahren Stomaträger:in sind: Wir hoffen, ihre Worte erinnern Sie daran, dass Sie nie allein sind und sich alle Zeit der Welt nehmen dürfen.

Möchten Sie ihren Weg weiterverfolgen? Sie finden Alannah auf Social Media unter @glitterygutsx. Und wenn Sie noch eine Versorgung suchen, die „gut zu Ihrer Haut und zu Ihrer Psyche ist“, können Sie ein kostenloses Muster anfordern und ausprobieren, was für Sie funktioniert.

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